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Sep 26

Durch Dürre mehr CO2 in der Luft

Pflanzen reduzieren bei Dürre ihre Aktivität, der CO2-Austausch wird gemindert – ein bisher unbekannter Faktor in der Klimaforschung.

Foto: pixabay

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Mitteleuropa wurde dieses Jahr durch eine ungewöhnlich starke und lange Hitzeperiode heimgesucht. Die Folgen sind nicht nur Milliardenschäden in der Landwirtschaft und Stress für die Ökosysteme. Wissenschaftler, unter anderem der ETH Zürich, haben festgestellt, dass durch die Dürre auch die CO2-Konzentration in der Luft ansteigt. Experten bringen die vermehrten Hitzewellen mit dem Klimawandel in Verbindung – also ein Teufelskreis für das Klima.

Pflanzen reduzieren Aktivität

Pflanzen reduzieren ihre Aktivität, wenn durch Trockenzeit der Boden austrocknet. Sie sparen so Wasser, um ihr Gewebe zu erhalten. In der Folge können sie kein Kohlendioxid mehr aus der Umgebungsluft abscheiden und es verbleibt mehr in der Luft. In trockenen Jahren steige also die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre schneller an, erklärt der Autor auf der Website des Deutschen Hochschulverbandes weiter. Weltweit sei dieser Effekt ausgeprägter als bisher angenommen.

Satelliten können Dürre messen

Des weiteren beschreiben die Forscher in der Studie die Möglichkeit, mit Satelliten die Verfügbarkeit von Wasser sehr genau zu messen. Pflanzen können dank ihrer Wurzeln auch Wasser aus tiefen Bodenregionen erreichen. Herkömmliche Satelliten sehen aber nur, was an der Oberfläche passiert. Sie können Ressourcen für die Wasserversorgung der Pflanzen in tiefen Bereichen nicht messen. Seit einigen Jahren wird eine neuartige Satellitenmission verwendet, um extrem kleine Veränderungen im Schwerefeld der Erde festzustellen. Veränderungen in der Wasserspeicherung verursachen genau solche kleinen Störungen des Gravitationsfeldes.

Wenn es in einer bestimmten Region eine große Dürre gibt, ist die Wassermasse dort geringer und die Schwerkraft in dieser Region etwas schwächer. Solche Schwankungen sind so klein, dass sie für den Menschen nicht wahrnehmbar sind. Aber mit Satellitenmessungen ist man jetzt in der Lage, größere Veränderungen in der Wassermasse mit einer Genauigkeit von etwa vier Zentimetern überall auf dem Planeten abzuschätzen. Dank dieser neuen Satellitenbeobachtungen können die Wissenschaftler den globalen Einfluss von Dürren auf die Nettokohlenstoffaufnahme der Ökosysteme messen. Der Faktor kann jetzt in die Klimaforschung miteinbezogen werden.

Mai 16

Deutschland bei Reise-CO2-Ausstoß ganz vorne

Flugreisen sind für den Klimaschutz eine große Belastung. In einem Projekt sollen deshalb regionale Reiseziele in Deutschland bekannter gemacht werden

Foto: pixabay

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Kaum ein Land verursacht mehr CO2-Emissionen durch das Reisen als Deutschland. Nach den USA und China liegt das vergleichsweise kleine Deutschland beim CO2-Ausstoß durch reisen an dritter Stelle. Das ergab eine Studie der Universität Sydney. Als Gründe nennen die Autoren Wohlstand, Reisefreude und günstige Flugreisen. Und sie befürchten eine weitere Zunahme der Umweltverschmutzung durch den Tourismus. Das Projekt „Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse“ möchte im Kampf gegen den Klimawandel nun diesem Trend mit spannenden Ideen für Reisen in die Nähe entgegenwirken.

Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die Menschen wissen um den Treibhauseffekt. Laut einer Umfrage des Bundesumweltministeriums (BMUB) legen die Deutschen dennoch auf Nachhaltigkeit wert und würden gerne klimaschonend Urlaub machen. Doch die Ideen fehlen. Das Projekt “Katzensprung” sei angetreten, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu verringern, heißt es von den Verantwortlichen.

Das Projektteam hat in einem Wettbewerb spannende Reisebeispiele in Deutschland gesucht. Initiatoren sind der Verband deutscher Naturparke, die Unternehmen Compass, der fairkehr Verlag und die tippingpoints Agentur. Die Ideen werden derzeit über Social Media, die Website und das Katzensprung-Reisemagazin aufbereitet. „Es gibt beim Reisen ein über Jahrzehnte eingeübtes Verhalten, das von der Reiseindustrie durch ganz viel Werbung immer wieder untermauert und von den Verbrauchern kaum hinterfragt wird“, so Regine Gwinner, Chefredakteurin des neuen Reisemagazins “Katzensprung”.

„Wir zeigen, dass besondere Reiseerlebnisse auch in der Nähe zu haben sind und nicht nur in Verbindung mit einer Flugreise.“ Denn in der BMUB-Umfrage sagen die Befragten, dass es wenig Angebote auf dem regionalen Reisemarkt gäbe, beziehungsweise diese schwer zu finden seien. “Katzensprung” will gerade junge Leute mit Reiseideen in Deutschland versorgen.

Okt 25

Extremer CO2-Anstieg durch El Niño

Durch das Klimaphänomen El Niño gelangen 8,8 Milliarden Tonnen mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Durch das pazifische Wetterphänomen El Niño kommt es nicht nur etwa alle zwei bis sieben Jahre zu Überschwemmungen und Dürrekatastrophen. „Das (Christ)-Kind“, wie es südamerikanische Fischer benannten, sorgt auch für erhöhte Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre und verstärkt dadurch den Treibhauseffekt. Das haben jetzt Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Chemie und für Biogeochemie anhand von Satellitendaten und Bodenmessstationen ermittelt. Zum Jahreswechsel 2015/2016, an dem El Niño wieder auftrat, gelangten 8,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) zusätzlich in die Atmosphäre. Das Gas wird hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht.

Geschwächte Vegetation

Während es durch El Niño im Nordwesten Südamerikas zu Überschwemmungen kommt, haben das Amazonasgebiet, Südostasien und Ostafrika mit Dürreperioden zu kämpfen. Diese haben nicht nur Hunger zur Folge. Die Vegetation wird geschwächt und kann weit weniger Photosynthese betreiben als gewöhnlich. Dieser Umstand ist Forschern schon seit längerer Zeit bekannt. Doch erst jetzt konnte der Kohlendioxidschub beziffert werden.

El Niño ist ein natürliches Warmwasserphänomen, das unregelmäßig die Wassertemperaturen und Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik durcheinanderbringt. Das hat enorme Auswirkungen auf das Wetter auf der gesamten Südhalbkugel. Während manche Gegenden mit massiven Niederschlägen zu kämpfen haben, leiden andere unter Dürre. Selbst das Wetter auf der Nordhalbkugel wird noch beeinflusst. Bedingt durch die chaotische Natur des Klimasystems, verläuft dieser Zyklus nicht streng periodisch und kann deshalb nur schwer vorhergesagt werden. El Niño beudeutet „das Kind“. Südamerikanische Fischer haben das Naturphänomen in Bezug auf „Christkind“ so genannt, weil es immer um die Weihnachtszeit auftritt.

Mai 01

Klimawandel ist regionaler als bisher angenommen

Klimamodelle werden vor allem global konstruiert. Wissenschaftler der Uni Hohenheim erforschen nun den Klimawandel auf Basis regionaler Daten in Zusammenhang mit Kulturpflanzen.

klimawandel

Foto: pixabay (Symbolbild)

Während der Klimawandel vor allem global beobachtet wird, beschäftigen sich seit sieben Jahren Forscher der Universität Hohenheim mit dem “regionalen Klimawandel”. Bislang verwendeten die Klimamodelle bei der Landnutzung den aus Satellitenbildern abgeleiteten aktuellen Stand aus Referenzjahren. Dabei wird die Entwicklung konstant bis ins Jahr 2100 simuliert. Die Stuttgarter Wissenschaftler halten das für unrealistisch. Der Klimawandel spielt sich regionaler ab und in verschiedenen Regionen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Um die Klimaentwicklung auf regionaler Basis analysieren zu können, greifen die Forscher auf  Temperaturen, Niederschläge, Bodenwasser, Energie, CO2, verschiedene Pflanzeneigenschaften und die organische Substanz im jeweiligen Boden zurück.

Kulturpflanzen beeinflussen Klimawandel

“Die Vegetationsentwicklung ändert sich in Reaktion auf den Klimawandel”, erklärt Prof. Dr. Thilo Streck. Und die Vegetation ist in verschiedenen Regionen unterschiedlich. „Bei frühdeckenden Kulturen wie Wintergetreide ist der Wasser- und Energieaustausch mit der Atmosphäre anders zeitlich verteilt als etwa bei Mais“, so der Wissenschaftler. Und das habe Einfluss auf Wetter und Klima.

Zwei unterschiedliche Modellregionen

Zwei unterschiedliche Landschaften Südwestdeutschlands dienen als Modell: der Kraichgau und die Mittlere Schwäbische Alb. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht: Der Kraichgau wird intensiv ackerbaulich genutzt und weist ein mildes Klima auf, die Mittlere Schwäbische Alb dagegen ist kühler, niederschlagsreicher und wird vor allem als Grünland genutzt. Die Forschungsgruppe “Regionaler Klimawandel” beobachtet exemplarisch, wie sich diese Agrarlandschaften unter dem Klimawandel künftig entwickeln.

Apr 17

Regenwald hält nicht mit Tempo des Klimawandels mit

Regionen des AmazonasRegenwaldes, in denen Regenmengen stärker schwanken, sind widerstandsfähiger. Doch das kann sich langfristig ändern.

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Foto: Rosina Kaiser/pixabay.com

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben. Das hat wiederum weitreichende Einflüsse auf den Klimawandel.

Regenwald wird empfindlicher

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass die Teile des Regenwaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Doch der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Trotz des “Trainingseffekts” werde der Regenwald wohl nicht mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels Schritt halten können, erklären die Forscher in der Fachzeitschrift “Nature Geoscience”.

Region am Amazonas wichtig für CO2-Senkung

„Angesichts der enormen Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für unser Klima und die Artenvielfalt ist es erstaunlich, wie wenig wir immer noch über seine Fähigkeit wissen“, sagt Leitautorin Catrin Ciemer. Mit der fortschreitenden Erderwärmung wird es im Amazonasbecken wahrscheinlich vermehrt Dürren geben, die die Baumsterblichkeit und das Brandrisiko erhöhen könnten. Die Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, der die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems mit bestimmt.

Brasiliens Forstpolitik tut ihr übriges

Natürlich ist der Klimawandel nicht der einzige große Stressfaktor für den Amazonas-Regenwald. „Der Mensch mischt sich noch viel direkter ein“, sagt Niklas Boers, Koautor der Studie. Großflächige Rodungen, vor allem zur Umwandlung der Naturlandschaft in Weideland für Rinder zur Fleischerzeugung, stellt bereits heute eine ernsthafte Bedrohung für den Regenwald dar.” Auch wenn einige Regionen im Amazonasgebiet aufgrund des “Trainingseffekts” besser auf den Klimawandel vorbereitet sind als andere, könne die aktuelle Forstpolitik Brasiliens die Frage der Widerstandsfähigkeit des Regenwaldes bedeutungslos machen, so der Wissenschaftler.

Der Amazonas-Regenwald bedeckt etwa zwei Drittel Südamerikas und ist der größte zusammenhängende Regenwald der Erde – mit einer beispiellosen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Riesige Mengen an Kohlenstoff werden in der Biomasse des Waldes gespeichert. Das macht den den Regenwald am zweitgrößten Fluss der Erde zur wichtigsten CO2-Senke.

Mrz 13

Waldbrände und Starkniederschläge hängen zusammen

Ein internationales Forscherteam hat anhand einer Langzeitstudie bewiesen, dass durch Starkregen Waldbrände nicht geringer sind.

Waldbrände

Foto: pixabay

Was schon länger vermutet wurde, konnten deutsche und US-amerikanische Forscher nun konkretisieren: Starkregen und Waldbrände hängen zusammen – eine Wechselwirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg und Forschungseinrichtungen aus den USA haben dazu Daten aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute ausgewertet. Unter anderem wurden alte Waldbrandschäden, die in Baumringen noch sichtbar sind, einbezogen.

Niederschläge und Waldbrände basieren auf Jetstream

Die Wissenschaftler haben die Ereignisse in Kalifornien untersucht. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf starken Winden im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre – sogenannten Jetstreams – und der Luftfeuchtigkeit. Sowohl Tiefdruck- als auch Hochdruckgebiete sind von den Winden abhängig.

Die Jetstreams ziehen zwischen Dezember und Februar aus dem Westen in den Staat Kalifornien ein. Die Stärke und Richtung der Winde beeinflusst die regionalen Bedingungen, die sich auf die wärmere Trockenzeit übertragen. Die Regenzeit wird so zu einem wichtigen Vorläufer der sommerlichen Brandbedingungen. Wenn der Jetstream also viel Regen bringt, ist das ein Zeichen, dass er heftig ist. Dementsprechend ist er dann auch für große Hitze verantwortlich.

Starkregenereignisse schließen Waldbrände nicht aus

Die Wissenschaftler haben bewiesen, dass Starkregen in der Region Waldbrände im folgenden Sommer nicht ausschließt. Im Jahr 2017 etwa kam es trotz Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit zu schweren Waldbränden. Eigentlich hätten die Forscher nach der kühlen und regenreichen Jahreszeit mit sehr hoher Feuchtigkeit eher weniger schwere Brände erwartet. Aufgrund der Erkenntnisse können Waldbrandprävention und -bekämpfung besser gesteuert werden.

Mrz 06

Gletscherschmelze: Nicht nur der Klimawandel ist schuld

Die Gletscherschmelze liegt nicht nur am Klimawandel. Feinstaub beschleunigt die besorgniserregende Entwicklung.

gletscher

Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Gletscherschmelze schreitet weltweit im Rekordtempo voran. In den vergangenen Jahren schmolzen die dicken Eisschichten dreimal so schnell als im 20. Jahrhundert. Besonders betroffen sind dabei nicht nur die Pole und Grönland, sondern auch die Alpen. Dass die besorgniserregende Entwicklung an der Erwärmung der Atmosphäre liegt, gilt als sicher. Der Klimawandel wird unter anderem durch zu hohen CO2-Ausstoß verursacht. Doch noch ein anderes Phänomen, das nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, lässt das Eis schmelzen.

Gletscherschmelze wird durch Phänomen beschleunigt

Feinstaub ist derzeit in aller Munde. Doch die feinen von Verkehr und Industrie in die Luft gesetzten Partikel sind nicht nur gesundheitsschädlich. Sie beschleunigen auch die Gletscherschmelze. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die winzigen Rußpartikel durch den Wind aus den Metropolen über weite Strecken in unbewohnte Regionen getragen. Sie legen sich auf den Gletschern ab. Dadurch werden die ansonsten weißen Eisschichten quasi abgedunkelt. Gletscher schützen sich im Normalfall durch das sogenannte Albedo vor dem Schmelzen. Das bedeutet: Durch die Rückstrahlung des Sonnenlichtes bleiben sie gekühlt. Das Rückstrahlvermögen schwindet durch die vom Ruß verursachten dunklen Stellen.

Klimawandel Teil des Teufelskreises

Durch ein aktuelles Ereignis kann andererseits schon die Verbindung zum Klimawandel hergestellt werden. In Alaska wüteten im vergangenen Jahr großflächige Waldbrände aufgrund der globalen Trockenheit. Experten schreiben den heißen Sommer dem Klimawandel zu. Folglich wurden Rußpartikel aus Nordamerika in die Arktis getragen, das Rückstrahlvermögen des Polareises sank um fünf Prozent, wie der Tagesspiegel Konrad Steffen vom in der Schweiz ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zitiert.

Nov 28

Klimaschutz: Klöckner spricht sich für mehr Gülle in Biogasanlagen aus

Als Schlüssel für mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Vergärung von mehr Gülle in Biogasanlagen.

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Foto: Jörg Lantelme/Adobe Stock (Symbolbild)

Im Interview mit der Rheinischen Post hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den 10-Punkte-Plan zum Erreichen der Klimaziele vorgestellt. Anfang 2019 will die Bundesregierung verbindliche Maßnahmen für den Klimaschutz festschreiben. Das betrifft alle Sektoren im Kampf gegen den Klimawandel.

Klimaschutz über Düngerecht

In dem Interview hat sich Julia Klöckner für die verstärkte Vergärung von Gülle in Biogasanlagen ausgesprochen. Im 10-Punkte-Plan ist vor allem vorgesehen, dass die Klimaziele über Änderungen im Düngerecht erreicht werden. Durch die Verwendung von Gülle in Biogasanlagen, anstatt sie unbehandelt auf Felder auszubringen, sollen laut Klöckner Stickstoff-Überschüsse gesenkt werden. Des weiteren will die Ministerin “klimafreundliche” Tierhaltung fördern

„Wir freuen uns, dass Ministerin Klöckner die Bedeutung des Einsatzes von Gülle in Biogasanlagen anerkennt und den Beitrag der Biogastechnologie zum Klimaschutz voranbringen will”, kommentiert Horst Seide, Präsident des Fachverbands Biogas.

Gülle-Anteil in Biogasanlagen soll erhöht werden

Aktuell werden durch die Güllevergärung bereits 2,19 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart. CO2-Äquivalente zählen zu den Treibhausgasen. Sie werden, wie zum Beispiel Methan, für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht. Das Bundeslandwirtschaftsministerium möchte den Anteil der Gülle, die vergärt wird, bis 2030 von 30 auf 70 Prozent erhöhen. “Das Potenzial ist also noch enorm und muss nun konsequent mobilisiert werden”, so Seide.

Okt 17

Getreidearten: Höhere Blattdichte sorgt für Wasserreserven

Das Thünen-Institut hat getestet, wie Getreidearten am effektivsten Wasserreserven speichern können.

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Foto: Thünen-Institut/Remy Manderscheid

Wie können sich Betriebe, die Getreidearten anbauen, auf veränderte Witterungsbedingungen künftig einstellen? Freilandversuche des Braunschweiger Thünen-Instituts für Biodiversität haben für den Anbau von Winterweizen wertvolle Hinweise ergeben.

Die Gesamtblattfläche der Getreidearten ist entscheidend

Hauptverursacher des Klimawandels ist die erhöhte CO2-Konzentration in der Luft. Kohlendioxid ist aber auch ein wichtiger Nährstoff für die Pflanzen. Ein Anstieg fördert bei vielen Pflanzenarten die Photosynthese und kann so die Erträge steigern. Mehr davon verringert auch die Transpiration, also die Wasserabgabe durch die Blätter. Dies könnte theoretisch dazu führen, dass die Pflanzen in Zukunft regenarme Phasen besser überstehen können. Praktisch hängt der Wasserverbrauch eines Pflanzenbestandes aber nicht nur von der Transpirationsmenge pro Blatt ab, sondern von der Gesamtblattfläche und der Wasserabgabe aus dem Boden. Wie sich das komplexe Wirkungsgefüge zwischen CO2-Erhöhung, Transpiration der Pflanzen und der Boden-Verdunstung ausprägt, haben Wissenschaftler des Thünen-Instituts mit Hilfe einer großflächigen Freiland-CO2-Anreicherungsanlage untersucht.

Mehrere Faktoren spielen eine Rolle

In dem Versuch wurde über die gesamte Vegetationsperiode die CO2-Konzentration in Teilen eines Winterweizenfeldes künstlich erhöht, und zwar auf rund 600 ppm, das sind etwa 200 ppm mehr als heutzutage. Ein solcher Wert ist laut Weltklimarat in 50 bis 100 Jahren zu erwarten.

Bei sehr niedriger Stickstoffdüngung, die lückige Bestände zur Folge hat, konnte keine Ersparnis im saisonalen Wasserverbrauch beobachtet werden. Bei hoher Stickstoffdüngung und daraus resultierend dichten Beständen betrug die Ersparnis bis zu 15 Prozent. Verantwortlich für diese Unterschiede ist die Verdunstung aus dem Boden. Ihr Anteil am Wasserverbrauch eines Weizenbestandes von April bis Juli beträgt bei dichten Beständen etwa 10 Prozent. Bei lückigen Beständen mit geringer Bodenabschattung können auch Werte von 40 bis 50 Prozent erreicht werden.

Höhere CO2-Konzentration nutzen

Die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration verringert die Transpiration der Pflanzen. Das führt zu einer höheren Bodenfeuchte im Oberboden. Die Boden-Verdunstung kann diesen positiven Effekt aber zunichtemachen. Wenn der Boden nur gering beschattet ist, verdunstet mehr Wasser aus dem Boden. Das bedeutet: Bei einer CO2-Erhöhung entscheidet die Düngung über die genügende Bewässerung der Pflanzen. Es entscheidet sich, ob das durch die geringere Transpiration eingesparte Wasser „vergeudet“ wird oder im Boden verbleibt. Auch die Dichte des Bestandes spielt dabei eine Rolle. Die gleichzeitige Förderung der Photosynthese und die Reduktion der Transpiration durch mehr Kohlendioxid steigert die Biomasseproduktion pro verbrauchter Wassermenge. Dieser positive CO2-Effekt auf den Gaswechsel der Pflanze lässt sich gezielt für das Pflanzenwachstum nutzen.

Agrarwissenschaftler Dr. Remy Manderscheid fasst zusammen: „Nach unseren Ergebnissen erscheint es wenig sinnvoll, die Düngung und damit die Bestandsdichte zu verringern, um so den Wasserverbrauch zu reduzieren.” Die Landwirtschaft könne so nicht an trockenere Bedingungen angepasst werden, auch wenn das derzeit in regenarmen südlichen Regionen so praktiziert werde. “In dichten, gut beschatteten Beständen ist die Wassernutzungseffizienz am größten und der positive CO2-Effekt kann voll wirksam werden”, weiß Manderscheid. Für vielversprechend hält der Wissenschaftler auch Verfahren, die geeignet sind, die Boden-Verdunstung gering zu halten. Das funktioniert beispielsweise mit Mulch über dem Saatgut. Mulch wird schon heute nicht nur als Düngemittel, sondern häufig auch als Pflanzenschutzmittel und zum Schutz des Bodens eingesetzt.

Mai 30

In Sachsen-Anhalt drohen Ernteausfälle

In Sachsen-Anhalt befürchten Landwirte und Kleingärtner Ernteausfälle durch Trockenheit.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Nicht nur die Frostgefahr macht Landwirten zu schaffen, auch Trockenheit. Tendenziell wird es in unserer Region wärmer. Ein Grund ist die Erderwärmung durch CO2-Emissionen.
Wie der MDR auf seiner Internetseite berichtet, machen sich derzeit die Landwirte in Sachsen-Anhalt Sorgen um ihre Erträge. Seit Wochen ist es schon zu trocken. In den nächsten Tagen kann es zwar zu Regenschauern kommen, doch laut MDR-Wetterstudio werden diese nicht ausreichen. Vor allem die Waldbrandgefahr ist durch die Trockenheit hoch.

Höchste Waldbrandstufe

In weiten Teilen des Landes gilt Waldbrandstufe 5. Das ist die höchste Warnstufe. Diese bedeutet: Die Forstbehörden und Waldeigentümer können betroffene Waldgebiete sperren. Jegliches Betreten und Befahren ist somit untersagt. Ausnahmen gelten nur für die durch die Forstbehörde genehmigten Arbeiten sowie natürlich Einsatzkräfte.

Absicherung gegen Trockenschäden und mehr

Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die Chemnitzer gvf Die spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe löst das Problem. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

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