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Jan 06

2015 wärmstes Jahr und so geht es weiter

Straßencafé statt Glühwein. Foto: Presseamt Bonn/Michael Sondermann (Symbolbild)

Straßencafé statt Glühwein. Foto: Presseamt Bonn/Michael Sondermann (Symbolbild)

2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Das Deutsche Klima-Konsortium nennt die Gründe.

Anfang Januar haben in einigen Regionen Deutschlands zwar Schneefälle eingesetzt, die Bilder, welche der Spätherbst und der Advent geboten haben, erinnerten allerdings an Frühling – buntes Treiben in Straßencafés, Biergarten statt Weihnachtsmarkt, Frühlingsblumen. Insbesondere der November zeigte eine sehr starke Abweichung von den vieljährigen Mittelwerten. Dieser war mit einer Differenz von +3,5° Celsius gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 der bislang wärmste November in Deutschland.

Oft werden die heißen Sommer sowie die warmen Herbst- und Wintermonate der vergangenen Jahren mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) sieht die Ursachen aber differenzierter. Der Klimawandel sei nur eines von mehreren Indizien für die globale Erwärmung, so der DKK. Den Grund für die im Durchschnitt zu hohen Temperaturen sehen die Experten in dem, was um die Jahreswende im Pazifik vor sich gegangen ist und noch immer anhält.

Mit dem bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres einsetzenden El Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik sei schon sehr früh absehbar gewesen, dass das Jahr global ein sehr warmes werden würde, analysiert das Konsortium. Auch wenn der Höhepunkt des aktuellen El Niños nach der Jahreswende nun überschritten ist, so müsse auch im Nachgang für das Jahr 2016 mit anhaltenden hohen globalen Temperaturen gerechnet werden, heißt es weiter. Es bleibt im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten also überdurchschnittlich warm.

Für das nur alle paar Jahre auftretende El Niño trägt allerdings die Klimaerwärmung eine „Teilschuld“. Der zu dieser Zeit stattfindende Temperaturanstieg der Meeresoberfläche wird durch die Treibhausgase noch unterstützt.

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