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Dez 06

Wetterphänomen könnte Lebensmittelpreise in die Höhe treiben

Experten rechnen mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit, dass diesen Winter „La Niña“ auftritt. Ein Analyst warnt vor dem Anstieg der Lebensmittelpreise.

Foto: pixabay

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Für Ende Dezember rechnen Experten mit dem Wetterphänomen „La Niña“, das traditionellerweise nach „El Nino“ ebenfalls im pazifischen Raum auftritt – mit Folgen für den globalen Lebensmittelmarkt. Stefan Vogel, Analyst bei der Rabobank, sagte der britischen Zeitung „Guardian“: „Wir sehen eine deutliche Gefahr am Horizont, was die globalen Lebensmittelpreise im Jahr 2018 betrifft”. Durch zerstörte Ernten könnte die relativ hohe Stabilität des Lebensmittelmarktes der vergangenen Jahre kippen.

Wetterphänomene zerstören Ernten

„La Niña“ für ist das Gegenstück zu „El Niño“ und Teil einer Wetterschaukel, die sich alle paar Jahre zwischen Asien und dem amerikanischen Kontinent hin- und her bewegt. Während durch „El Niño“ Lateinamerika mit katastrophalen Dürren zu kämpfen hat, werden asiatische Regionen von Taifunen und Hurrikans heimgesucht. Bei „La Niña“ ist es umgekehrt: Dürre in Asien, Stürme und Überflutungen an der Pazifikküste Lateinamerikas.

Der Grund sind überdurchschnittlich hohe Luftdruckunterschiede zwischen Südamerika und Indonesien. Dadurch werden die Passatwinde verstärkt. Diese treiben das warme Oberflächenwasser des Pazifiks nach Südostasien. Vor der Küste Perus hingegen strömt als Folge mehr kaltes Wasser aus der Tiefe nach. In Südamerika regnet es weniger, in Nordamerika ist mit dem vermehrten Auftreten von Hurrikans zu rechnen – und in Südostasien vertrocknen die Äcker. „La Niña“ trat zwar 2016 auch auf, nach Einschätzung von Experten der US-Behörde „National Oceanic and Atmospheric Administration“ (NOAA) liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Wetterereignis diesen Winter wiederholt, bei 65 bis 75 Prozent.

 

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