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Aug 16

Hochwassersaison verschiebt sich

Durch den Klimawandel ändern sich die Zeitpunkte von Überschwemmungen.

Foto: GDV

Foto: GDV

Mit Hochwasser sind die Bewohner von Küstenregionen und Flüssen vertraut. Wie eine internationale Forschergruppe nun herausgefunden hat, können sich die Bewohner der betroffenen Regionen nicht mehr darauf verlassen, dass es vor allem im April zu Überschwemmungen kommt. Wie die Wissenschaftler um den Hochwasserexperten Günter Blöschl von der TU Wien in einer Studie schreiben, verschieben sich die wiederkehrenden Überschwemmungen im Jahresablauf nach hinten oder vorne. Den Grund sehen die Forscher im Klimawandel.

Dass im Nordosten Europas, in Schweden, Finnland und im Baltikum das Wasser etwa einen Monat früher über die Ufer tritt, führen die Autoren auf eine frühere Schneeschmelze zurück. Auch an den Atlantikküsten Westeuropas hat sich die Hochwassersaison verschoben. Durch die vermehrten Niederschläge infolge des Klimawandels, ist der Boden bereits so voll mit Wasser, dass es nicht mehr aufgenommen werden kann.

Die um zwei Monate späteren Hochwässer in England und Norddeutschland liegen offenbar an veränderten Luftdruckverhältnissen über dem Nordatlantik. Am Mittelmeer, vor allem entlang der Nordküste der Adria, ist wiederum die Erwärmung des Mittelmeers Ursache dafür, dass die Hochwasserereignisse immer später auftreten. Denn auch die Niederschläge kommen dort mittlerweile später.

Die Studie ist im Fachmagazin „Science“ erschienen und basiert auf Daten aus den Jahren 1960 bis 2010. Die Wissenschaftler haben dazu mehr als 4.200 hydrometische Stationen in 38 europäischen Ländern ausgewertet. Des Weiteren wurden Niederschlag, Bodenfeuchte und Temperaturdaten von den Forschern verglichen.

 

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