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Nov 29

Den Wald für den Klimawandel fit machen

 

Der Wald in Deutschland erholt sich, Mischwälder könnten aber dafür sorgen, dass es auch so bleibt.

Foto: pixabay

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Der Klimawandel hat bereits Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Das zeigt unter anderem der Waldzustandsbericht 2017 des Landes Sachsen-Anhalt. Vor allem Unwetter, Stürme, Trockenheit und Hitze sind es, die den Bäumen zu schaffen machen. „Dennoch ist der Zustand unserer Wälder stabil“, sagte Umweltministerin Claudia Dalbert bei der Vorstellung des Berichtes.

Wälder dem Klimawandel anpassen

Die Folgen des Klimawandels machen die Wälder auch anfällig für biotische Schaderreger wie zum Beispiel den Buchdrucker. Eine Lösung sind Mischwälder. Das Land Sachsen-Anhalt fördert deswegen den Waldumbau mit dem Aufbau von Mischwaldbeständen. „Wir erhoffen uns davon die Erhöhung der Stabilität und Vitalität unserer Wälder. Gegenüber Gefährdungen werden sie dann besser gewappnet sein“, so Dalbert.

Buchen geht es besser

Ein wichtiger Indikator für den Waldzustand ist der Kronenzustand. Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt beträgt in diesem Jahr 17 Prozent und liegt damit seit 2005 stabil auf einem relativ geringen Niveau zwischen 14 und 17 Prozent. Beim „Sorgenkind“ Buche ist die mittlere Kronenverlichtung auf 33 Prozent gesunken. Grund dafür sind die Niederschlagsmengen in dieser Vegetationsperiode. Höchstwerte für die mittlere Kronenverlichtung der Buche wurden 2004 mit 43 Prozent und 2016 mit 39 Prozent erreicht.

Wald erholt sich auch im Westen

Auch im Westen Deutschlands hat sich der Waldzustand leicht verbessert, wie der Waldzustandsbericht Nordrhein-Westfalen zeigt. Bei den Laubbäumen haben sich besonders die Buchen im zurückliegenden Jahr wieder erholt. Der Anteil der Eichen hat sich allerdings der Anteil der gut belaubten Bäume im Vergleich zu 2016 leicht verringert. Bei den Nadelbäumen haben sich die Nadelverluste bei den Fichten verringert, während die Kiefern eine stärkere Kronenverlichtung zeigen.

Ein Drittel der Fläche von Deutschland besteht aus Wald (11,4 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten in Deutschland sind die Nadelbäume Fichte (26 Prozent) und Kiefer (23 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 Prozent) und Eiche (11 Prozent).

Der Waldbericht der Bundesregierung kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftministeriums abgerufen werden.

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